Sonntag, 20. August 2017

Ursula Hahnenberg - Wolfstanz



Kurzbeschreibung:

Als im Ebersberger Forst ein junges Mädchen verschwindet, ist die Dorfgemeinschaft von Grafenried in heller Aufregung. Zumal vor Kurzem ein freilaufender Wolf im Wald gesichtet wurde. Als dann tatsächlich die Leiche der jungen Leonie mit verdächtigen Bissspuren gefunden wird, gibt es kein Halten mehr, und eine wilde Hetzjagd beginnt. Nur Försterin Julia Sommer ist skeptisch. Sie glaubt nicht an die Wolfsgeschichte. Zu viele Einzelheiten stimmen nicht, zu viele Fragen bleiben unbeantwortet. Als eine zweite Jugendliche verschwindet, beginnt Julia zu ermitteln. Und kommt einem verzweifelten Mörder auf die Spur …

Buchdaten:

Taschenbuch: 368 Seiten
Erscheinungsdatum: 17. April 2017
ISBN-10: 3442485940
ISBN-13: 9783442485949

Meine Meinung:

"Wolfstanz" ist der zweite Fall aus der Julia Sommer Reihe von Ursula Hahnenberg. Auch diesmal gerät das Leben rund um die Försterin Julia Sommer in Aufruhr. Im Ebersberger Forst wurde ein Wolf gesichtet und gleichzeitig findet man die Leiche von Leonie, einem jungen Mädchen die auch immer wieder mal auf Julias Sohn aufpasste. Die Leiche weißt auch Bissspuren auf und so beginnt schnell eine Hetzjagd. Julia gerät dabei ebenfalls zwischen die Fronten und es ist nicht leicht für sie zwischen sachlichem Handeln in ihrem Beruf und persönlichen Gefühlen zurecht zu kommen. Als dann auch noch der alte Paul Kirmeier in ihr Leben tritt und sich als ihr Großvater herausstellt, ist ihre Gefühlswelt komplett auf den Kopf gestellt. Aber Tom, ihr Chef und Freund, steht ihr in jeder Lage zur Seite. Auch in diesem zweiten Buch rund um Julia Sommer ist der Autorin Ursula Hahnenberg ein kurzweilig zu lesender Regionalkrimi gelungen. Wie auch schon im ersten Band "Teufelstritt" empfand ich die Protagonisten als sehr angenehm und die Mischung aus Krimi und Familienleben der Försterin Julia gefällt mit gut. Gelungen dargestellt sind auch die Aktivitäten bzgl. des Wolfes. Meinungsmache von Reportern wegen großer Story, geltungssüchtige Personen, die auch mal was zu "erzählen" haben, bis hin zu Politikern die wie Fähnchen im Wind handeln um ihr Stimmenvieh zusammenzurotten. In Bayern hatten wir das alles schon vor einigen Jahren mit "Problembär" Bruno und auch in der Gegenwart werden teilweise bei Wolfssichtungen sofort wieder alle Pferde scheu gemacht. Daher passte diese aufgegriffene Thematik gut mit dem tatsächlichen Fall zusammen. Auch die Rückblenden in die Jugend der Oma Martha (Julias Großmutter) fügte sich sehr gut in das Bild ein und der Leser hatte es dadurch mit einem stimmigen Handlungsbogen zu tun. Obwohl ich diesmal sehr früh einen Verdacht bzgl. des Wolf und des Täters hatte, wurde dieser aber erst spät bestätigt. In Summe ist "Wolfstanz" für mich ein gelungener Regionalkrimi aus dem Münchner Umland und ich bin gespannt wie sich das Leben der Julia Sommer in Folgebänden weiter entwickeln wird.

Bewertung auf meiner Skala:

85%



Mittwoch, 16. August 2017

Ellen Dunne - Harte Landung


Kurzbeschreibung:
 
Patsy Logan, 38, deutsch-irische Kommissarin beim Münchner LKA, ermittelt in einem angesagten Online-Unternehmen. Schnell zieht der Fall immer weitere Kreise, der mediale und interne Druck ist enorm. Und auch Patsys Privatleben gerät zunehmend in Schieflage …
Carolin Höller, Top-Managerin bei der erfolgreichen Online-Tauschbörse Skiller, hat alles: Musterkarriere. Musterehe. Musterkinder. Bis man sie unterhalb ihres Bürofensters tot auffindet. Schnell ist klar: Sie ist nicht freiwillig gesprungen. Immer tiefer gräbt sich Patsy in Carolins Leben und die Strukturen von Skiller, stößt auf Lügengebäude und hohle Fassaden. Erst recht, als man sie ins Skiller-Hauptquartier nach Dublin schickt. Ausgerechnet in die Stadt, um die sie seit dem Selbstmord ihres Vaters einen großen Bogen macht. Kein gutes Omen. Und prompt überschlagen sich die Dinge …
"Harte Landung" ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe um Hauptkommissarin Patsy Logan. Schlagfertig und eigensinnig liefert die "Frau der Stunde" Ergebnisse – mit klarem Verstand, trockenem Humor und einem Instinkt, der niemandem unheimlicher ist als ihr selbst.
 
Buchdaten:
 
Taschenbuch: 441 Seiten
Verlag: Insel Verlag
Erscheinungsdatum: 7. August 2017
ISBN-10: 3458362886
ISBN-13: 9783458362883
 
Meine Meinung:
 
"Harte Landung" ist der erste Fall der Ermittlerin Patsy Logan von Ellen Dunne. Ein Startup Unternehmen steht kurz vor dem Börsengang und eröffnet seine Münchner Niederlassung. Doch dann überschattet ein tödlicher Fenstersturz einer führenden Managerin das Ganze. Patsy Logan, eine irisch stämmige Münchner Kommissarin, wird mit ihrer neuen Kollegin Kris auf den Fall angesetzt. Schnell soll sie zu Ermittlungsergebnissen kommen über den tragischen Unfall, aber sie erkennt das hier mehr dahintersteckt, ein geschickt getarnter Mord. Und ihre Ermittlungen reichen sogar bis Dublin, wo sie mit ihrem irischen Kollegen in den Tiefen der Firmenzentrale forschen muss, um neue Erkenntnisse und Hintergründe zu erfahren. Ellen Dunne zeichnet mit Patsy Logan eine sympathische Ermittlerin, die neben ihrem Dasein als Kommissarin auch mit einigem Privaten aufwartet. So erfährt der Leser von ihren irischen Wurzeln, ihrer Vergangenheit und auch ihrer Ehekrise. Denn ihr Mann wünscht sich sehnlichst Nachwuchs, aber wie so oft im Leben klappt halt nicht alles so wie gewünscht. Aber auch die Story rund um den Fall ist gut aufgebaut. Ohne großes Blutvergießen oder Brutalität stellt Ellen Dunne einen Kriminalfall in den Raum, der so täglich passieren könnte. Ein Online-Unternehmen mit vorgefertigten Wertevorstellungen für die Mitarbeiter, eine Welt in der sich angeblich alle "lieb" haben, aber hinter der Fassade geht es knallhart zur Sache. Karriere, Macht und Geld, die tatsächlichen Antriebsfaktoren, an denen so mancher scheitert. "Harte Landung" ist für mich ein stimmiger, guter Krimi und Patsy Logan eine sympathische Ermittlerin. Man darf gespannt sein, wie es mit ihr und neuen Fällen weitergeht.
 
Bewertung auf meiner Skala:
 
90%

Donnerstag, 10. August 2017

Andreas Gruber - Todesmärchen



Kurzbeschreibung:

In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel ...

Buchdaten:

Taschenbuch: 544 Seiten
Erscheinungsdatum: 15. August 2016
ISBN-10: 3442483123
ISBN-13: 9783442483129

Meine Meinung:

"Todesmärchen" ist der dritte Band aus der Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez Reihe von Andreas Gruber. Hatte Sabine Nemez in den vorausgegangenen Bänden infolge ihrer Ausbildung zur Profilerin nur mit Maarten S. Sneijder zusammengearbeitet, so wurden beide jetzt von ihrem Vorgesetzten als Team vereint. Wollte sie ursprünglich noch ein paar Urlaubstage in München verbringen, so fand sie sich plötzlich mit Sneijder quer durch Europa reisend auf der Jagd nach einem Serienkiller wieder. Die Geschichte wird anfangs in zwei Handlungssträngen erzählt. Zum einen die Ermittlungen des BKA-Teams, zum anderen die Geschehnisse in einer Hochsicherheitsanstalt für abnorme Straftäter, in der der Serienmörder Piet van Loon untergebracht ist. Dies wird ergänzt durch Rückblicke vor fünf Jahren, als Sneijder Pit van Loon hinter Gitter bringen konnte. Schon bald führen diese Handlungsstränge immer mehr zusammen und sowohl der Leser, als auch die Protagonistin Nemez erfahren immer mehr über Sneijder's und van Loon's Vergangenheit. Und das ist ein wesentlicher Punkt. Andreas Gruber überrascht den Leser mit Zusammenhängen, die man im Vorfeld nicht erwartet hätte. Mit rasanter Spannung schickt der Autor einen auf die Lesereise. So flog ich nur so über die Seiten, immer neugierig was mich wohl auf der nächsten erwartet. Auch diesmal war ich absolut gefangen in der Story und am Ende nahm das Ganze eine Wendung, mit der ich absolut nicht gerechnet hatte. Da bin ich nur noch gespannt, wie sich das im vierten Band "Todesreigen", der in Kürze erscheint, weiter entwickelt. Andreas Gruber hat mit diesem Buch wieder bewiesen, das er absolut zurecht zu meinen Lieblingsautoren zählt und ich freue mich auf neuen Lesestoff von ihm.

Bewertung auf meiner Skala:

100%


Donnerstag, 3. August 2017

Uwe Wilhelm - Die sieben Farben des Blutes


Kurzbeschreibung:

Drei Morde in drei Monaten. Drei Frauen. Drei Verkündungen, in denen der Mörder von sieben „Heilungen“ erzählt. Die Berliner Polizei steht unter Druck. Doch dann ist die Serie mit einem Mal beendet und gerät in Vergessenheit – nur nicht für Staatsanwältin Helena Faber, die davon überzeugt ist, dass dies erst der Anfang war. Als ein Jahr später eine vierte Frau brutal ermordet wird, macht Helena Jagd auf den, der sich selbst Dionysos nennt. Es ist der Beginn eines Rennens gegen die Zeit, aber auch eines Kampfes ums Überleben, denn Helena ist ins Visier des Täters geraten. Und Dionysos wird nicht aufgeben, solange sie nicht „geheilt“ wurde …

Buchdaten:

Taschenbuch: 480 Seiten
Erscheinungsdatum: 17. Juli 2017
ISBN-10: 3734103444
ISBN-13: 9783734103445

Meine Meinung:

"Die sieben Farben des Blutes" ist ein Thriller von Uwe Wilhelm, der ansonsten bereits mehr als 120 Drehbücher geschrieben hat. Mit großen Erwartungen ging ich daher an das Buch heran, denn der Klappentext klang nach reichhaltig Spannung. Der Anfang war auch vielversprechend, aber dann verlor mich der Autor immer mehr. Nicht nur dass ich manche Szenen total übertrieben fand, auch die teilweise sehr derbe Ausdrucksweise fand ich nicht passend. Auch immer wieder konnte ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass Uwe Wilhelm viele, viele Ideen hatte und diese alle auf einmal in ein Buch packen musste (von zum Beispiel Macho-Professor, über Nazis zu Amnesie). Hier wäre für mich weniger eindeutig mehr gewesen. Speziell der Amnesie der Staatsanwältin Helena Faber wurde zu viel Raum eingeräumt. Dies empfand ich irgendwann nur noch störend und nervig. Dagegen wusste ich als Leser sehr früh bzgl. der Täter Bescheid und musste die Protagonisten noch einige Zeit auf ihrer Suche nach Täter und Speicherchip begleiten. In Summe für mich ein Thriller mit guten Ansätzen, aber damit hatte es sich dann auch. Die Umsetzung als Ganzes konnte mich nicht überzeugen.

Bewertung auf meiner Skala:

50%



Donnerstag, 27. Juli 2017

[Blogparade] Du und dein Blog



Steffi vom Blog angeltearz liest hat diese Aktion ins Leben gerufen. Mit dieser Blogparade will Sie die Menschen hinter den Blogs ein Gesicht geben und bewusst ein Miteinander in der großen weiten Welt der Blogs fördern. Ich finde dies eine wunderschöne Idee und daher beteilige ich mich sehr gern an dieser Aktion und beantworte dazu Steffis Fragen:


1. Wer bist du? Stell dich vor!

Wie aus meinem Blogtitel schon ersichtlich heiße ich Roland. Ich bin Jahrgang 1967 und lebe mit meiner Familie (bestehend aus Ehefrau, Tochter und Sohn - beide mittlerweile volljährig und unser Kater Cookie) im Münchner Norden. Die Begeisterung zum Lesen begleitet mich schon seit der Grundschule. Dort hatten wir einen Bücherbus, den ich wirklich von vorne bis hinten ausgelesen hatte. Erste Leidenschaften hingen dabei bei den Schneiderbüchern wie "Die Jungens von Burg Schreckenstein", dann entwickelte sich aber schnell die Neigung zu spannenden Geschichten und Abenteuern. "Fünf Freunde", "Die drei Fragezeichen", "Geheimagent Lennet", um nur einige zu nennen. Auch noch heute zählen meine meisten gelesenen Bücher zum Genre Krimi & Thriller, aber in den letzten Jahren konnte ich mich auch immer mehr für historische Romane begeistern. 2003 hatte ich die Idee mich mehr mit anderen Lesern auszutauschen und gründete ein kleines Leserattenforum bei Yahoo Groups. In den folgenden 10 Jahren veröffentlichte ich dort ca. 450 Rezensionen von mir gelesenen Büchern. Im Sommer 2013 entschied ich mich, dass nun in einem eigenen Blog fortzuführen. Und so erscheinen meine Rezensionen mittlerweile hier.
Neben dem Spaß am Lesen habe ich eine zweite große Leidenschaft und wie so üblich bei vielen Männern gehört diese dem runden Leder, insbesondere meinem Herzverein, dem TSV 1860 München. Woche für Woche verpassen mein Sohn und ich kein Spiel, haben beide Dauerkarten und gehen durch dick und dünn mit unserem Verein. Wie es so schön heißt: "Einmal Löwe, immer Löwe"

2. Seit wann bloggst du? Und wie bist du zum Bloggen gekommen?

Dies hatte ich schon ein wenig oben erklärt. Mein Blog besteht seit Sommer 2013 und nachdem Yahoo mir nicht mehr als richtige Plattform erschien, entschloss ich mich neue Wege zu gehen. Hauptgrund war für mich immer, mich mit anderen Lesebegeisterten auszutauschen, Anregungen zu geben und zu bekommen, neue Bücher zu entdecken.

3. Weiß dein Umfeld davon, dass du bloggst? Wenn ja, was sagen sie dazu? Wenn nein, warum nicht?

Ja, die meisten in meinem Umfeld wissen dass ich diesen Bücherblog betreibe. Sogar einige meine Fußballfreunde schauen immer wieder mal rein und haben mich schon darüber ausgefragt. Aber sicherlich gibt es auch einige in meinem Bekanntenkreis, die nichts davon wissen. Ich habe zumindest nie proaktiv Werbung dafür betrieben.

4. Nutzt du Social Media? Und wie kann man dir folgen?

Das war ein eher schleppender Prozess. Zuerst nutzte ich nur Google+ und seit Ende letzten Jahres habe ich mich auch zu Facebook durchgerungen. Mein Sohn und einige meiner Freunde meinten ich benötige das unbedingt. Im Grunde hatten sie recht, denn mittlerweile habe ich dadurch zu lange verschollenen Jugendfreunden auch wieder Kontakt, was eine feine Sache ist.

5. Gibt es etwas, was dich an der Bloggerwelt stört? Und was würdest du dir wünschen?

Ich habe lange darüber nachgedacht was mich stört. Ergebnis war aber schlicht und ergreifend nichts. Zwar habe ich ab und zu virtuelle Auseinandersetzungen anderer am Rande mitbekommen, ich selbst war aber bisher davon noch nie betroffen. A- und B-Blogger, all das ist mir fremd. Ich habe dieses Schubladendenken nicht, meine Intension war immer mich mit anderen Leseratten auszutauschen. Wunsch ist daher vielleicht höchstens "Leben und leben lassen".

6. Und was magst du an der Bloggerwelt?

Besonders schätze ich, dass ich mir beim Stöbern in anderen Blogs schon so einige Leseanregungen holen konnte, die ich vorher gar nicht auf dem Radarschirm hatte. Auch entstanden so einige virtuelle Freundschaften, wo man sich regelmäßig liest oder auch mal nur ein simples "Like" hinterlässt. Auch ich freue mich immer über diese kleinen Wertschätzungen und Kommentare. Nachdem ich ja letzten Oktober das erste Mal die Frankfurter Buchmesse besuchte (Ja ich glaub es selbst nicht, dass ich dazu so lange in meinem Leben benötigte), durfte ich auch erste persönliche Kontakte zu anderen Bloggern schließen. Mich hat das sehr gefreut, denn ich bin ein Mensch der nicht nur in der virtuellen Welt lebt. Ich mag es immer mehr im persönlichen Miteinander. Ich empfinde es als Bereicherung, diese Kontakte zu pflegen, denn einige unter Euch sind mir schon mittlerweile näher und ich freue mich immer über ein paar Zeilen oder auch ein Treffen.

7. Liest du auch außerhalb deines eigenen "Blogbereiches" oder liest du als z. B. Buchblogger nur Buchblogs?

Eigentlich lese ich hauptsächlich im Bücherbereich. Dies ergänzen dann noch wenige Seiten zu Brettspielen und meiner Fußballliebe zu den Löwen.

8. Vernetzen ist wichtig. Hast du Lieblingsblogs? Zeig mal!

Natürlich habe auch ich Blogs, bei denen ich wirklich regelmäßig lese. Die Liste wäre sogar etwas länger, aber ich versuche jetzt einfach mal diese aufzulisten, wo ich denke das ich in letzter Zeit meine meisten Klicks hinterlassen habe.

Nichtohnebuch (bei Patricia und Tanja werde ich immer fündig)

Nisnis Bücherliebe (auch Anja hat oft für mich Leseanregungen)

Seehases Lesewelt (bei Kerstin finde ich auch immer spannende Lektüre)

Martinas Buchwelten (Neben Spannung hat Martina auch immer wieder was Historisches dabei)

Kejas-Blogbuch (Kerstin und Janna treffen auch sehr, sehr oft meinen Lesegeschmack)


So, damit bin ich am Ende meiner Blogparade angekommen und möchte damit auch mal einfach kurz "DANKE" sagen. An all meine Leser auf diesem Blog, an liebenswerte Autoren, die ich durch diesen Blog kennenlernen durfte, an Verlage, die mich kleines Lesewürmchen mit Bücher glücklich machten und an alle Blogger, die mit mir die Leidenschaft für spannende Bücher teilen.

Euer Roland

Mittwoch, 26. Juli 2017

Christine Drews - Schattenfreundin



Kurzbeschreibung:

Wo ist Leo? Charlotte Schneidmann, Kommissarin in Münster, setzt alles daran, den kleinen Jungen zu finden, bevor es zu spät ist. Denn nicht nur die Sorgen der verzweifelten Mutter lassen sie fieberhaft ermitteln, auch die Erinnerungen an die eigene traumatische Kindheit machen diesen Fall für die engagierte Kommissarin zur ganz besonderen Bewährungsprobe.

Buchdaten:

Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 14. März 2013
ISBN-10: 3404167465
ISBN-13: 9783404167463

Meine Meinung:

"Schattenfreundin" ist der erste Band aus der Charlotte Schneidmann und Peter Käfer Reihe von Christine Drews. Der Krimi der beiden Kommissare aus Münster ist auch für mich das erste gelesene Buch der Autorin. Es geht in diesem Fall um das Schlimmste was einer Familie passieren kann: Kindsentführung. Dabei ist ein interessanter Aspekt , dass die scheinbar neue Freundin der Mutter die Täterin ist. Der Leser weiß dies ebenfalls und trotzdem gelingt der Autorin die Geschichte ständig spannend zu halten. Man leidet mit den Eltern, spürt selbst die Ungewissheit und nimmt teil an den Verfehlungen und Hintergründen, die zu der Tat führten. Die Protagonisten wirken dabei alle nicht gekünstelt und Dank des flüssigen Schreibstils fliegt man als Leser nur so von Seite zu Seite. Christine Drews hat für mich einen guten Debütkrimi geschrieben, der sehr gut nachvollziehbar und schlüssig ist. Daher werde ich sicherlich noch zu weiteren erschienenen Fällen dieses Ermittlerteams greifen.

Bewertung auf meiner Skala:

90%


Freitag, 21. Juli 2017

Ulrich Radermacher - Saukerl




Kurzbeschreibung:

Schweinebauer Anton Huber liegt erschossen in seinem Stall. Ehefrau, Geliebte, Nachbarn – alle hatten Motive, den Frauenheld umzubringen. Die Erkenntnisse, die Hauptkommissar Alois Schön und sein junges Team bei ihren Ermittlungen ans Tageslicht befördern, belasten sogar ihr Privatleben und lassen sie am Guten im Menschen zweifeln. Doch dann geschieht ein zweiter Mord. Und die Hauptverdächtigen sind plötzlich unauffindbar.

Buchdaten:

Taschenbuch: 246 Seiten
Erscheinungsdatum: 3. Februar 2016
ISBN-10: 383921839X
ISBN-13: 9783839218396

Meine Meinung:

"Saukerl" ist der erste Fall von Hauptkommissar Alois Schön von Ulrich Radermacher. Die Leiche des Schweinebauer Huber liegt erschossen im Stall. Schnell ergeben sich etliche Verdächtige, denn der Tote hatte wenig Freunde. Zum einen wegen seiner Schweinezucht und dem damit verbundenen Gestank und zum anderen weil er es mit der ehelichen Treue nicht sehr ernst nahm. Hauptkommissar Schön und sein Team müssen nach und nach akribisch Befragungen durchführen, um die Puzzlestücke zusammenzufügen und den Täterkreis einzuengen. Als dann auch noch die verschwundene Gattin als weiteres Todesopfer gefunden wird, macht es die Tätersuche nicht einfacher. Der Erzählstil des Autor ist dabei sehr angenehm und als Leser war ich schnell in der Geschichte gefangen. Nach und nach hatte auch ich einen Verdacht, der sich dann auch immer mehr verhärtete, um letztendlich sich zu bewahrheiten. Das Buch liest sich gut, die Kapitel und Absätze sind strukturiert. Witzig ist auch die teilweise Einbindung der Dialekte, besonders der des fränkischen Kommissaranwärter. Im letzten Viertel des Buches nimmt dann auch noch die Spannung richtig Anlauf, die Ereignisse überschlagen sich. Dadurch hilft etwas der Kommissar Zufall den Münchner Ermittlern um ans Ziel zu kommen. Hier hätte ich mir vielleicht ein wenig mehr gewünscht, dass ging dann doch alles sehr schnell. Auch das Privatleben des Alois Schön mit seiner Beate lässt noch Fragen offen, aber dazu vielleicht mehr in Folgebänden. In Summe ist Ulrich Radermacher ein gutes Krimidebüt gelungen und man darf gespannt sein wie es in Folgefällen weitergeht.

Bewertung auf meiner Skala:

80%